Dienstag, 9. Dezember 2014

Willkommen im 21. Jahrhundert!

Die Überschrift, die dieser Blogeintrag heute trägt ist ein Spruch, den man sich als traditioneller oder gar zurückgebliebener Mensch öfter anhören darf, natürlich nicht wirklich nett gemeint.
Ich muss sagen, dass ich mich weder traditionell, noch zurückgeblieben finde, aber bei manchen Sachen muss ich mich einfach auf das altbewährte Verlassen - so auch beispielsweise bei eBooks.

Als eBooks so langsam auf den Markt kamen - Moment! War das überhaupt langsam? Ich meine, auf einmal waren sie da, oder nicht? Ich kann mich ehrlich gesagt nicht an eine Zeit erinnern, in denen mir bei Amazon nicht ganz unterschwellig nebenbei auch ein kindle angeboten wurde.
Jedenfalls habe ich von der ganzen Sache überhaupt nichts mitbekommen. Ich hinke da sowieso etwas hinterher. Mein erstes Smartphone habe ich seit einem halben Jahr, ein Nokia für 100 Euro. Neben 30 DVDs liegen Blu Rays die ich an einer Hand abzählen kann, dabei kaufe ich schon gar keine DVDs mehr. Meinen ersten 3D-Film habe ich erst vor zwei Jahren gesehen. (Nur bei Windows 8 war ich ganz vorne dabei.)

Wikipedia sagt mir, dass der erste eBook Reader 1949 entworfen wurde, das erste kindle beispielsweise, kam aber erst 2007 auf den Markt. Ist zwar auch eine lange Zeit, wenn man mal bedenkt, das sind fast zehn Jahre, aber trotzdem stehen ab 2010 die meisten Bulletpoints, was wirklich darauf hinweist, dass das ganze erst von da an richtig los ging.

Aber um jetzt mal auf den Punkt zu kommen: Ein eBook Reader wäre eines der letzten Dinge, die mir ins Haus kommen würden. (Genau wie Ledersofas und Spitzenvorhänge.) Aus dem ganz simplen Grund, einfach echtes Papier in der Hand halten zu wollen. Ich will das Cover jederzeit anschauen können, fühlen wie das Buch in der linken Hand immer dicker und in der rechten Hand immer dünner wird und ich will das Papier riechen und gedruckte Tinte lesen - da kann man noch so sehr mit einem paperwhite-en Bildschirm werben. (Und außerdem hat ein analoges Buch keinen Akku, der bei der spannendsten Stell den Geist aufgibt.)
Als ich vorletztes Jahr ein Praktikum in meinem Stammbuchladen gemacht habe, hat man mich gefragt, ob ich auch mal gerne ein bisschen mit eBooks und Readern herumexperimentieren möchte. Das gehöre ja schließlich auch zum Buchgeschäft dazu. Ganz klar! Das tut es auf alle Fälle. Aber das war das erste und das letzte Mal, dass ich einen eBook Reader in der Hand gehalten habe. Zuerst ist das Ding gar nicht erst angesprungen und dann hat mich der Bildschirm sowas von gestört. Diese Mischung aus elektronischem Bildschirm und der Nachempfindung von echtem Papier, ganz ehrlich, es ist irgendwie zu tryhard-mäßig. Ich habe das Ding ganz schnell zurück gebracht und erklärt, dass das nichts für mich sei.

Immerhin sehe ich im Zug immer noch mehr Leute mir analogen Büchern in der Hand. Wem das digitale Buch gefällt, der soll das gerne lesen, ich bin jetzt nicht so jemanden der extrem dagegen geht.
Eine Klassenkameradin hat diese Woche aus irgendeinem komplizierten Grund - irgendwas mit Facebook - von der Schule ein kindle geschenkt bekommen und das einzige, was ich mir dachte war: "Hättest du das jetzt geschenkt bekommen, dann hättest du es zum Originalpreis verkauft und dir davon fünf echte Bücher geholt."
Und wer auch immer mir damit in den Ohren liegt, wie praktisch das doch sei - ich lasse lieber meinen fetten Ordner zu Hause, damit mein Buch noch in die Schultasche passt und ich lasse lieber fünf T-Shirts im Schrank, damit ich zwei Bücher mehr mit in den Urlaub nehmen kann.

Und was haltet ihr von eBooks und eBook Readern? Könnt ihr auf euren Reader nicht verzichten oder schwört ihr noch auf echtes Papier?

Dienstag, 2. Dezember 2014

The Book Blogger Meme

Schei-en wir doch einfach auf das Start-Hallo-Gedöns und fangen direkt mit einem wunderbaren Tag an, den ich auf Liberiarium aufgegriffen habe. (Tags mag ich ja unglaublich gerne, also wenn ihr welche habt, dann nur immer her damit. Aber bitte keine, bei denen ich zwanzig weitere Blogger taggen muss oder bei irgendeinem Gewinnspiel teilnehmen muss, e-he-he.)

1. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?
Gerade befindet es sich noch in meiner Schultasche aber innerhalb der nächsten halben Stunde wird es sich auf meinen Nachttisch befördern, damit ich vor dem Schlafengehen noch lesen kann: Die drei Musketiere von Alexandre Dumas.

2. Auf welche Neuerscheinung freust du dich dieses Jahr am meisten?
Das dürfte sich schwierig gestalten, denn das Jahr ist ja nun schon beinahe rum. Aber worauf ich mich nächstes Jahr auf jeden Fall freue, ist zum einen Silber - Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier und Teuflisches Silber aus der Mirrorworld-Reihe von Cornelia Funke. (Oh wow, dass das hier alles silbern ist ist aber ein Zufall!) Allerdings muss ich gestehen, dass ich bisher kein vorangegangenes Buch der beiden Reihen gelesen habe. Ich habe das so diese Macke. Ich lese nur vollständige Reihen, weil ich es hasse so ewig auf ein nächstes Buch zu warten und wenn die Reihe dann mal zehn Bände hat und man wartet auf den elften Band, dann ist das schon eine Mords-Arbeit alles nochmal durchzulesen. (Ich bin da immer ein bisschen im Zwiespalt, ob ich lieber viele neue Bücher lese, oder lieber alle nochmal lese, die mir bisher gut gefallen haben.) Aber bei diesen beiden Reihen wird es wohl darauf hinaus laufen, dass ich sie beide anfange zu lesen, bevor sie fertig sind, weil ich mich im Buchladen bei diesen beiden Reihen kaum halten kann. Ich kann bald nur noch mit auf dem Rücken verbundenen Händen in den Buchladen, damit ich nicht ins Regal greifen kann.

3. Was ist das traurigste Buch, das du bisher gelesen hast?
Generell lasse ich ja die Finger von traurigen Büchern. Ich möchte, dass lesen mich glücklich macht und mich nicht gezielt zum weinen bringt. Ich habe natürlich nichts gegen traurige Bücher, wer sie lesen mag, der kann es gerne tun, aber für mich ist das einfach nichts. Deswegen klingt das wohl auch sehr unspektakulär, aber ein Buch, das mich wirklich zum Weinen gebracht hat, war Allegiant, das letzte Buch aus der Divergent-Trilogie von Veronica Roth. Warum das so war, das sage ich jetzt natürlich nicht, ich will ja nicht spoilern. (Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich sehr empfindlich bin.)

4. Welches Buch hat dein Leben besonders geprägt?
O-ha, das wird schwierig. Wenn ihr meine Vorstellung gelesen habt, dann wisst ihr ja bereits, dass ich als Kind sehr viel gelesen habe, jedoch immer dieselben paar Bücher. So richtig habe ich erst vor vier Jahren damit angefangen und deswegen wurde ich auch recht spät geprägt, wenn man das so nennen kann. Was mich von der Story her sehr geprägt hat, das war Momo von Michael Ende. Durch dieses Buch ist mir klar geworden, in welcher Eile die Menschen Leben und dadurch wird mir automatisch immer wieder ins Gedächtnis gerufen, dass ich alle Zeit der Welt habe und dass ich mich nicht hetzen muss, wenn ich es nicht will. Ich bin ein sehr unruhiger Mensch und der Gedanke daran hat mich so manches mal schon entspannt.
Ein weiteres Buch wäre Die Edda. Meine Religion ist ein Teil meines Alltags und gäbe es dieses Buch nicht, wüsste ich nichts über meine Götter.

5. Wonach sortierst du deine Bücher und wo stapeln sie sich?
Phew, also dazu muss ich vorher mal sagen, dass ich meine Bücher erst in Regale stelle, seit meine zweite Lesephase vor vier Jahren begonnen hat. Die Bücher die sich seit der Grundschule angesammelt haben, die interessieren mich entweder nicht mehr, oder die sehen so zerfleddert aus, dass ich sie nicht in meinem Regal haben mag. Das einzige, das darin stehen darf ist Drachenreiter von Cornelia Funke, aber dazu komme ich später.
Jedenfalls haben sich seitdem nur mickrige 55 Bücher angesammelt, davon noch neun ungelesen. Diese stapeln sich in einem IKEA-Regal, von dem ich wirklich froh bin, dass es doppelseitig eingesetzt werden kann, denn bald ist kein Platz mehr - dann werde ich es wohl zur Seite drehen müssen. In meinem Zimmer habe ich leider kaum mehr Platz für Regale, denn ein Bett und einen Schreibtisch brauche ich auch noch und ansonsten habe ich leider nur Dachschrägen. Im allernötigsten Notfall würde ich meine Bücher dann in irgendeiner Ecke auf dem Boden stapeln, aber ich hoffe dass ich vorher ausziehen werde. (Das dürfte so in eineinhalb Jahren sein.)
Momentan sind es ja noch so wenige, dass ich sie nach der Reihenfolge ordne, in der ich sie lese. Über spätere Verfahren bin ich noch unschlüssig - entweder nach Farbe oder nach Größe, aber beides ist irgendwie schwierig, weil ich Buchreihen zusammen lassen will und weil ich so viel unterschiedlich große Bücher habe, dass sich das gar nicht lohnen würde. Ich denke, ich werde es wohl immer dabei belassen und irgendwann ist dann eh egal wie es aussieht, wenn ich das eigene Büro mit den riesigen Bücherwänden voller Bücher habe (von dem ich bisher nur Träumen konnte.)

6. Was ist das lustigste Buch, das du bisher gelesen hast?
Das dürfte mit Abstand bisher wohl die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier sein. Ich musste im Zug so oft lachen, dass Leute mich schon komisch angeschaut haben. Ihr Schreibstil ist so der Knaller, dass ich mir schon mehrmals überlegt habe, auch andere Bücher von ihr zu lesen, und das will was heißen, denn Chick Lit ist eines der letzten Genres, die ich lesen würde.
Sehr lustig geschrieben sind auch die beiden Autobiographien von John Barrowman - Anything Goes und I Am What I Am. Der Mann nimmt einfach kein Blatt vor den Mund und erzählt jedem da draußen von jeder noch so peinlichen Anekdote. Dadurch bekommt man echt ein völlig falsches Bild von Biographien, die ja meistens eher langweilig sind.

7. An welchen Orten liest du überhaupt?
Die meiste Lesezeit verbringe ich tatsächlich im Zug, beim Warten auf den Zug und in den Schulpausen. Im Bus kann ich leider nicht lesen, da wird mir schlecht, aber seit ich meine Ausbildung angefangen habe fahre ich nur noch Zug und das eine halbe Stunde pro Fahrt. Und das ist auch irgendwie immer mein Highlight. Direkt nach dem Aufstehen freue ich mich schon auf die Fahrt in die Schule und während des Unterrichts freue ich mich auf die Heimfahrt. (Nicht, dass der Unterricht so schrecklich ist, aber na ja ... ihr kennt das sicher.)
Ansonsten nehme ich mir auch nachts bewusst noch ein wenig Zeit zum Lesen, nach dem ich einen Film/ein paar Folgen angesehen habe und bevor ich schlafen gehe.
Ist das Buch besonders gut, sodass ich es gar nicht mehr weglegen will, lese ich auch tagsüber im Wohnzimmer mit Decke und Tee und irgendwas zu Essen.

8. Was ist das Spannendste, was dir in Bezug auf Büchern bisher passiert ist?
Ganz ehrlich? Nichts! Mir ist noch nie was Spannendes passiert, das nicht direkt mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Ich habe mal bei einer Zeitschrift bei einem Preisausschreiben für ein Buch mitgemacht und habe es tatsächlich bekommen, obwohl ich nicht damit gerechnet hatte ... aber zählt das?
Ansonsten - ich würde liebend gerne mal meine Lieblingsautoren treffen. Aber da die entweder tot, oder nicht innerhalb von Deutschland sind, wird das wohl schwieriger. Außer es ereignet sich ein schicksalhafter Zufall.

9. Welches Kinderbuch ist dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?
Das wäre zunächst einmal Drachenreiter und da sind wir auch schon beim Thema, das ich vorher kurz angekratzt habe. Dieses Buch war mein erster richtiger Roman. Davor besaß ich nur Bücher mit Kurzgeschichten und wenn ich etwas "Richtiges" gelesen habe, dann habe ich es aus der Bücherei geliehen. Drachenreiter hat mir meine Tante zu meinem 11. oder 12. Geburtstag geschenkt, ich weiß nicht mehr genau. Sie hat auch eine persönliche Widmung in den Buchdeckel geschrieben.
Und deshalb ist es auch das einzige zerfledderte Buch, dass im Regal stehen darf und es ist überhaupt auch das Zerfleddertste, weil ich es vier Mal gelesen habe.
Eine ganz große Rolle spielten auch Die Unendliche Geschichte - auch wenn ich das damals mit meinen zehn Jahren noch nicht so ganz kapiert habe - und Herr der Diebe. Bei beiden muss ich ehrlich gestehen, dass ich ein riesiger Fan der Filme war und nur deshalb auch auf die Bücher gekommen bin. Herr der Diebe hatte ich sogar im Kino gesehen.
Und ja, irgendwie waren alle ein Teil meiner Kindheit, die mich begleitet haben, als ich erwachsen wurde. Und heute noch stehen alle drei Bücher und beide DVDs in meinen Regalen.

10. Wer ist deine Lieblingsautorin oder dein Lieblingsautor?
Muss ich einen nennen? Ich kann mich eh nicht entscheiden, weil alle gleichtoll sind, nämlich folgende Herrschaften: Cornelia Funke, Michael Ende, J. R. R. Tolkien, Maggie Stiefvater und Kerstin Gier. Deren Bücher haben mich nicht nur in ihren Bann gezogen, sondern - zumindest die, die auf dieser Welt noch anwesend sind - sind auch als Menschen toll. Sie lassen ihre Fans irgendwie an ihrem Leben teilhaben und vor allem machen sie einem immer Mut, dass man seine Talente nicht verschwenden sollte und dass man nicht aufgeben sollte. Und das ist besonders wichtig für mich, denn irgendwann möchte ich wenigstens einen Bruchteil von dem erreichen, was diese Damen erreicht haben. Und das hilft nicht nur dadurch, dass ich ihre Blogs oder Internetseite anschaue, sondern auch ihre Bücher lese.

11. Wo kaufst du deine Bücher?
Immer wieder gerne in meinem Stammbuchladen, aber leider muss ich auch oft auf Amazon zurückgreifen, denn ich bin nicht so der Spontankäufer und wenn sie im Laden nicht genau das Buch da haben, dass ich jetzt gerade unbedingt brauche, dann gehe ich meistens mit leeren Händen wieder raus. (Den Göttern sei Dank, sonst wäre mein Konto jetzt bestimmt schon leer und mein Zimmer voll mit Büchern.)
Kürzlich habe ich auch eine tolle Seite namens The Book Depository entdeckt. Dort gibt es hauptsächlich englische Bücher und meistens Ausgaben, die bei Amazon nicht erhältlich sind. (Vor allem Ausgaben mit schöneren Covern.) Bestellt habe ich dort zwar noch nichts, aber die Wishlist ist schon bis oben hin voll.

12. Was ist das Gruseligste oder Spannendste Buch, das du bisher gelesen hast?
Phew, also auf Grusel stehe ich eigentlich eher weniger, sonst kann ich nachts wirklich nicht schlafen. (Ich konnte als Kind nicht mal die Gänsehaut-Bücher oder Die Drei Fragezeichen lesen.) Obwohl ich Phantasmen von Kai Mayer irgendwie gruselig fand, also da hat es mir öfter mal einen Schauer über den Rücken gejagt.
Spannend sind meiner Meinung nach eigentlich viele Bücher, meistens Jugendbücher in den Genres Dystopie und Fantasy.

13. Welche Buchticks hast du?
Ich glaube, das hier ist der einzige Punkt, an dem ich total aus der Reihe falle: Ich mag es nicht, wenn meine Bücher gebraucht aussehen. Auch wenn ich sie schon mehrmals gelesen habe sehen sie noch aus wie neu, deswegen schleppe ich sie auch immer in einer Buchhülle mit herum, damit sie ein bisschen geschützt sind. Was ich gar nicht leiden kann ist, wenn beim Taschenbuch der Rücken durchgeknickt wird und sich die Ecken abreiben und die Kanten quetschen. (Manchmal hasse ich mich selber für diesen Tick, ganz ehrlich!) Und außerdem, nur um das mal klar zu stellen, ich liebe meine Bücher genau so wie jeder andere Büchermensch der seine Bücher liebt. Es stimmt nicht, dass ein Buch automatisch mehr geliebt wird, nur weil es aussieht, als hätte man es einmal durch den Fleischwolf gedreht.
(Ich mag es übrigens auch nicht, wenn da diese Bänder im Buch mitverarbeitet sind, die man als Lesezeichen benutzen kann. Denn die müssen bei mir auch immer so aussehen wie neu und immer zwischen den Seiten platziert sein, zwischen denen sie schon immer waren. Und das ist manchmal echt anstrengend, wenn man dann beim Lesen an der Stelle ankommt.)
Aus diesen Gründen verleihe ich meine Bücher auch nicht an Freunde oder so, weil ich genau weiß, dass sie mit meinen Büchern nicht so umgehen werden, wie ich es tue. (Manchmal bekomme ich schon einen Koller, wenn meine Bücher nur angefasst werden.) Aber ich leihe mir auch keine von anderen aus - bin ja kein Schmarotzer. Außerdem mag ich es gerne die Bücher die ich gelesen habe, im Regal stehen zu haben.
Dann habe ich auch den Tick, dass ich schlecht spontan kaufen kann. Ich mache mir immer schon im Kopf einen Plan, was ich als nächstes lesen will und habe auch eine Liste auf der steht, was ich so oder so alles noch lesen will.
Ach ja, und ich breche niemals ein Buch ab. Auch wenn es schlecht ist. Einmal angefangen, fühle ich mich auch dazu verpflichtet, es zu Ende zu lesen. (Obwohl es keine komplett schlechten Bücher gibt. Ich kann jedem Buch etwas abgewinnen, egal wie schlecht es im Verhältnis war.)
Oh, und das mit den vollständigen Reihen hatte ich ja schon weiter oben erwähnt.

14. Welches Buch ist das Günstigste und welches das Teuerste in deinem Regal?
Das Teuerste dürfte wohl Das Silmarillion von J. R. R. Tolkien sein. Illustrierte Ausgabe für 25 Euro und ein paar Zerquetschte. Am Billigsten sind natürlich die, die ich selbst nicht kaufen musste, davon abgesehen wäre das aber wohl Die Götterlieder der Älteren Edda, die kleine gelbe Reclam-Version von Arnulf Krause für 6,80 Euro.

15. Welches Buch hat dich am meisten enttäuscht?
Ganz klar The Giant O'Brien von Hilary Mantel. Ich bin es nicht gewöhnt von Büchern enttäuscht zu werden, da ich bei meiner Auswahl meistens mit meinem Geschmack total richtig liege. Außerdem bin ich wenig anspruchsvoll und mir gefällt vieles. Aber bei diesem Buch ... Das war ausnahmsweise ein Spontankauf und als ich da im Buchladen stand und den Klappentext lese denke ich mir: "Wow, das klingt ja mal mega spannend." Ich hatte mich schon sehr auf die Story gefreut und dachte mir, dass ich jetzt vielleicht das historische Genre für mich entdecken würde. Zu Hause habe ich dann mal im Internet nachgeschaut, wie das Buch denn bisher so ankam und da sah ich dann schon, dass die meisten Bewertungen mehr schlecht denn recht waren. Auf der ersten Seite habe ich dann schon gemerkt, dass ich den Schreibstil schrecklich finde und dann habe ich das tatsächlich innerhalb eines Nachmittages fertig gelesen, nur damit ich es endlich hinter mir habe. Das ganze Buch über ist wirklich kaum was passiert, es war überhaupt nicht spannend ich bin echt schon am überlegen, ob ich das Buch guten Gewissens zwischen all meinen Schätzen im Regal stehen haben kann.
Jedenfalls will ich hier niemanden davon abbringen das Buch zu lesen. Tut euch bitte keinen Zwang an.

So, das wäre geschafft. Das war mal wirklich ein riesiger Tag und er hat echt Spaß gemacht. Und ihr wisst jetzt noch mehr über mein Verhältnis zu Büchern. Ich hoffe aber, dass ich euch mit dem langen Text nicht abgeschreckt habe. Ja, ich bin eine Labertasche, aber ich werde versuchen mich bei den anderen Beiträgen nicht zu sehr zu verausgaben.